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Hallo liebe Freunde des Tourbooks,

es freut mich, Euch den diesjährigen Tourbericht der "unglaublichen" Maitour zu präsentieren. Natürlich freue ich mich über Kommentare und Bewertungen. Anbei findet Ihr alle zugehörigen Links:

Übersicht

 

Teilnehmer der Septembertour, die eher spontan stattgefunden hat waren Ernstl, Kraxi und ich (Rene). Alle anderen hat der späte Termin ein bisserl abgeschreckt!

 1. Tag: Anreise nach Corvara

Die geplante Abfahrt und der Treffpunkt bei Kraxi um 13:00 Uhr konnte eingehalten werden. Das Verzurren der Gepäcksrolle brachte Kraxi ein bisserl ins schwitzen, aber zwei gestandene Techniker schaffen auch diese Befestigung.
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Los ging´s über Mooskirchen auf die Autobahn und durch bis zum Sonnenturm bei St. Leonhard, wo unser „Urgestein“ Ernstl auf uns wartete. Und schon hatten wir die ersten Quäkereien …. Kraxi:“ i bin so müüd…“ -> René:  
Das härteste und ermüdenste Stück des Anreisetages stand uns jetzt bevor. Der monotone Ritt über die Autobahn bis Spittal an der Drau. Bei einer kurzen Pause mit Blick auf den Wörthersee lag uns unser Kinderl Kraxi schon wieder mit den bekannten Worten im Ohr:“ i bin so müüd…“. AUF AUF da GOAS noch! Weiter gings. Nächster Stopp tanken in der Pampa mal wieder begleitet von diversen und lustigen Tratschereien und einem Tankwart der auf einem E-Fahrrad Geld wechseln fuhr :“ i bin so müüd…“-> 
Kurz entschlossen flößte ich ihm Red Bull ein und wartete auf die Wirkung – vielleicht hilfst ja.
Den Verkehr von Lienz bis Silian und weiter bis Innichen kann man getrost als sehr überfüllt bezeichnen und die kurzen Überholmanöver kratzten eher an der guten Laune als diese durch Abwechslung zu erheitern. Eine schöne Abkürzung durch Olang führte uns endlich auf den „autofreien“ Fuße des Furkelpasses.
Im Vorjahr befahren, stellten wir fest, dass dieser neu geteert wird und somit hatten wir dieses Mal sehr sehr viel Spaß uns den einzigen Pass dieses Tages in Erinnerung zu halten. Super Gripp und kein Verkehr setzten dem Ganzen noch ein Itüpfelchen auf.
Als wir so richtig in Fahrt waren, jeder voll bepackt, fuhr ein italienischer Supermot Biker einfach im Slide bei uns vorbei. Seine Ausrüstung: Jeans, Turnschuhe und ein Sweater ließen ihn mehr als uns an seinem Können glauben, als er aus den Kurven einen Wheeley machte.
Leicht gedämpft und immer auf der Suche nach einer langen Bremsspur die den Abhang runter führte, setzten wir unsere zügige Auffahrt auf den Furkelpass fort. Kraxi: “Den ignorier i net amal …“
Das Finale war bestritten und es fehlten jetzt nur noch die unzähligen Kurven entlang des Bachbetts nach Abtei. Natürlich gab es dort auch sehr tolle Passagen und Kraxi und ich überholten gleich 3 Autos und einen davor fahrenden LKW in der Tornanti J. Kraxi konnte es sich nicht verkneifen mir bei 40 km/h entgegenzubrüllen:“ nur dass´d waßt wie i drauf bin…“.
Wie werden dann erst richtige Überholmanöver kommentiert ... fragte ich mich .
Nach 4 weiteren Kilometern erreichten wir unser Hotel und tranken, wie immer, unser Willkomsbierchen.
Nach einem tollen Abendessen mussten Kraxi und ich natürlich noch die Gegend erkunden. Zuvor brachte aber ein netter Italiener meinen Helm ins Hotel. Ich hatte diesen vor lauter Freude und unzähligem Equipment, ins Gebüsch vor meiner Maschine gelegt und dann darauf vergessen .
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 2. Tag:

Gemütlich starteten wir in den 2. Tag, unterstützt von einem tollen ausgiebigen Frühstück um 08:00 Uhr.
Der Aufbruch fand um 09:00 Uhr statt. Durch die tolle Auswahl am Frühstücksbuffet und der Gier des Einen oder Anderen, war des Völlegefühl vollkommen ausgereizt. Durch die tolle Lage von Corvara ließen die ersten Kehren nach dem einschalten der Maschine nicht lange auf sich warten. Der Campolongo (1875m) stand als erstes Leckerli auf unserer heutigen Motorradspeisekarte.
Perfekt! Zum „Frühstück“ 30 Kehren, was will das verwöhnte Bikerherz eigentlich mehr?. Kraxi zeigte auf jeden Fall schon nach einigen „Drehungen“, dass er sein Bike bis aufs Letzte beherrscht um in einer S-Kurve so ziemlich jedes Können zeigte, dass der Bock unter Ihm nicht wegrutschte. Bei 12°C sollte man den Reifen doch einige Kilometer gönnen um warm zu werden.
Ein gekonnter Tritt in den noch kalten Asphalt stellte ihn wieder gerade und so konnte auch er die tolle Auffahrt auf den ersten Pass des Tages mit uns teilen. Es sollte aber nicht bei der einzigen „Hilfsaktion“ bleiben. Zu später Stunde im Hotel wies Kraxis Stiefel eine eindeutig vermehrt auftretende Abnützung durch „Aufstampfen“ auf.
Zügig ging es weiter bergab nach Arabba und hoch auf den Passo Portoi (2239m). 35 Kehren bei tollem Wetter und keinem Verkehr und mindestens genauso viele wieder runter nach Canazei. Die Tornantis vor Canazei erlegten unseren Nerven eine Prüfung auf – stellenweise Stillstand und schleppender Verkehr aufgrund der verkehrenden Linienbusse. Tropfen auf dem heißen Stein für Kraxi: er konnte uns hier zeigen, dass man einen Bus bergab auch innen in einer Rechtstornanti überholen kann.
Und schon „flogen“ wir den nächsten Pass hoch, der Passo di Fedaia (2057m). Toll, toll, toll, super Panorama bis hoch zum Stausee der vom Marmolata Gletscher überragt wird und auch ein wunderbarer Hingucker ist.
Das Verbindungsstück zum Passo Duran (1601m) führte uns vorbei an Alleghe und Cencenighe. Letzteres war hoffnungslos vom Urlauberan- und Abreiseverkehr überlastet. Die linken Finger schmerzten schon vom ständigen ein- und auskuppeln bis Kraxi nicht mehr konnte und den Gehsteig für sich beanspruchte und eine kleine Bundesstraße draus machte.
Den Duran fuhren wir hoch als hätten wir einen Werbevertrag mit Red Bull abgeschlossen. Die XGames waren somit eröffnet und die tolle Etappenzeit für die Auffahrt wurde nur von Kraxi vernichtet, als er sage und schreibe 200m unter dem Gipfel schrie: “i muss scho so dringend pinkeln…“ ->
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Durch ein sich aufbauendes Gewitter überdachten wir unsere Tagestour bei einer guten Pizza. Den Abstecher nach Cortina und hoch zu den drei Zinnen fielen dem Regen zum Opfer.
Aber die Alternativstrecke den Forca Staulanza (1773m) und weiter hoch bei nasser Straße auf den Passo di Falzarego (2105m) waren ein gelungenes Alternativprogramm.
Am Staulanze wurden Kraxi und ich von einem einheimischen SuperMot Biker überholt, der uns aber nicht abhängen konnte. Auf die Frage von Kraxi, warum so viele italienische Biker Warnwesten tragen antwortete Ernstl kühl und gelassen :“damit man sie ja sieht, wenn sie im Weg herum stehen …“
Beide Pässe sind toll ausgebaut und super zu fahren (Kraxi -> erneuter Bodenkontakt mit Fuß!)
Die nachfolgenden 2 Pässe fuhren wir im dichtesten Nebel, den ich seit langem erlebt hatte. Bei solchen Fahrten muss man echt nachdenken ob man auf sein Motorrad nicht eine Nebelschlussleuchte aufbaut. Doch je weiter wir uns dem Tal näherten verzog sich der Hochnebel und wir konnten uns auf die Heimfahrt konzentrieren. Diese verbrachten wir in den letzten 5 Minuten dank eines rücksichtsvollen Autofahres (30 km/h mit Tendenz zum Linksverkehr) im vollen Schütter.
Sehr gemütlich verbrachten wir die letzten Stunden in der Hotelbar um am folgenden Tag früh aufbrechen zu können.
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 3. Tag:

Früh morgens um 06:45 Uhr läutete der Wecker. Der geplante und gestern noch gut klingende Tagesablauf brachte mich schon jetzt so früh morgens ins schleudern.
Fertig angezogen und bereit zum Tanken, wie abgemacht Treffpunkt Hotel Lobby 07:15 Uhr, lautet die Theorie um ohne weitere Verzögerungen das Frühstück ab 07:30 Uhr genießen zu können.
„Da haben wir wohl die Rechnung ohne den Wirten gemacht“. Das Frühstücksbuffet wird erst ab 08:00 Uhr serviert und die eisige Morgenluft ließ es irgendwie nicht zu ins Freie zu treten. Also verbrachten wir die restlichen 20 Minuten bis wir uns endlich aufs Frühstück stürzen konnten wartend in der Hotellobby.
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Gut gestärkt ging es dann um 08:00 Uhr zum Tanken.
Es folgte der erste Pass – das Grödnerjoch. Mit seinen (2121m) und dem tollen Ausblick einfach immer wieder ein Genus. Trotz der teils eisigen Kälte war der Asphalt sehr griffig und ich konnte Kraxi zeigen, dass ich schon in den frühen Morgenstunden zu Topleistungen bereit bin. Natürlich ist Hans um keine Ausrede verlegen und unterstellte mir, dass ich einen Bus sehr gefährlich überholt hätte. Sehr verwundert war ich am Passübergang, wo eine Polizeistreife ihre Präsenz zeigte.
Zügig ging es weiter zum Sellajoch und dank des tollen Wetters konnten wir das unglaubliche Bergpanorama bei fast keinem Verkehr genießen.
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Die Weiterfahrt führte uns über Moena zum Passo di San Bellegrino, der eher durch seine wenigen Kurven wie eine Autobahn zu fahren ist und daher von uns eigentlich nicht wieder befahren und weiterempfohlen wird.
Am Passo di Valles hat’s Kraxi ganz leicht erwischt. Anscheinend haben in die ja doch schon tropischen Temperaturen von 11°C geritten, als er diesen von Teerschlangen übersäten Pass hochraste. Ansonsten kann man den Pass wie folgt beschreiben: tolles Panorama, super Kurven und kein Verkehr. Anzumerken ist hier noch, dass die dort angesiedelten Kühe es nicht dulden, wenn man auf ihre Wiese pinkelt …
Der Passo di Rolle zeigte sich frisch geteert und war wirklich ein Genuss. Schnelle Passagen und bei der Bergabfahrt nach Santa Martino wurden wir bei feuchter Straße von 5 highend getunten GS Fahren aufgehalten. Ernstl:“ die waren sogar mir zu langsam!“
Die beiden folgenden Pässe, der Passo di Gobbera und der Passo di Brocon gingen, obwohl sie auch was zu bieten haben, in der heutigen Tour unter. (eine kleine Beschreibung: sehr eng, neu ausgebaute Leitplanken und stellenweise neu geteert) Sie dienten uns lediglich als Verbindungsstrecke zu dem nächsten Highlight, dem Passo Manghen.
Jaja, der Manghenpass. Er lässt immer wieder das Herz höher Schlagen, wenn ich auf diesen tollen Pass denke. Als wir ihn zum ersten Mal fahren wollten, haben wir den Pass gar nicht gefunden. Ein Jahr drauf folgte die Nord Süd Überquerung und dieses Jahr nahmen wir ihn von Süden her. Die Zufahrt bis es endlich so richtig zur Sache geht, zeigt sich als sehr lang und kurvenreich.
Als die Straße sich für den Schlussspurt endlich verjüngte gab Kraxi das Tempo an. Einige Kurven später deutete er das „Zwischengas“ von mir in den Kehren richtig und war ab dort nicht mehr zu halten. Es folgte eine kontrollierte Auffahrt zwischen Genie und Wahnsinn. Immer nur drauf bedacht keinen Kuhschiss in der nächsten nicht einsehbaren Kurve zu erwischen gaben wir Vollgas.
Gespräch zwischen Kraxi und Rene am Passübergang:
Kraxi:“ loss uns a Pickerl aufikleben“
Rene:“ na, meine Finger zittern so vü“ (Anmerkung der Redaktion: die Kälte war nicht der Grund)
Die Mittagsjause verbrachten wir auf der ca. 20 Meter tiefer liegenden Manghenhütte und die Benzindiskussionen rissen nicht ab:
Kraxi: i hab lang net alles gegeben, da waren noch Reserven …
Rene: die 5% die noch fehlten in den Linkskurven setzen aber eine Einbahn voraus!
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Eine sehr gemütliche Abfahrt mit einem tollen Panorama und wie schon für die ganze Tour prädestinierende, und kaum Verkehr bis Cavalezo.
Es folgte der Passo Cavaleze – ein toller Speedpass mit langen Kurven und super Grip – einfach zum Fahren in hoher Drehzahl geeignet. Für uns war aber eher das tolle Panorama ausschlaggebend – für heute hatten wir schon genug Geschwindigkeitsüberschreitungen begangen.
Der nächste Pass auf unserer schier nicht enden wollenden Ausfahrt war ein alter Bekannter – der Karrerpass. Auch von Ernstl liebevoll bezeichnet als das graue Band Südtirols, zeigte er sich wieder von seiner besten Seite. Top Wetter, super Straßenbelag, aber leider viel Verkehr.
Die danach folgende Zufahrt über das Fassatal nach Canazei zieht sich und anscheinend durch die Monotonie vergaß ich im Kreisverkehr Richtung Passo Pordoi abzubiegen und war schon wieder unterwegs Richtung Passo Fedaia. -> UMDREHEN.
Voller Energie und neuer Schlussmotivation also hoch auf den Pordoi. Anscheinend ging es KRaxi zu langsam und er hupte mich ständig an, dass ich den Bus vor mir innen überholen sollte. „ Dein Wunsch ist mir Befehl“ und leicht überrascht, aber nicht erstaunt, sah ich Kraxi in meinem Windschatten kleben. Am Scheitelpunkt angelangt viel uns beiden nur eines ein:“ wenn Dich der Teufel reitet“.
Bergab konnte Kraxi der Versuchung nicht wiederstehen, als ein „Gebückter“ mit Mitfahrer ihn überholte, und 1:0 Kraxi.
Später beim Ankunftsbier erzählte Ernstl, dass er eine brenzlige Situation mit bergauf fahrenden Supermot Fahrern gegeben hat. Einige Kurven zuvor mir schon ungut aufgefallen, wurde Ernstl bergab fahrend von 4 Supermotfahren fast abgeschossen. 2 Links, 2 Rechts und Ernstl mitten durch.
Der Schrecken und vor allem die Fahrfehler von übermüdeten oder nicht geübten Bikern sollte kein Ende nehmen. Kurz vor dem Hotel bei der Bergabfahrt vom Passo Campolongo begegnete mir bergauf ein „Gebückter“. Nur setzte er seine Maschine als Motocross ein. Er versuchte verbissen zwischen den Schneestipfeln und der Straße auf dem abgesetzten Pankett eine Linie zurück auf die Straße zu finden.
Das Abschlussgespräch und die vielen Erlebnisse des Tages ließen nur ein Resümee zu:“ nur quer bist wer!“

 4. Tag:

Wieder ging es frühmorgens los auf unsere geplante 300 km lange Tagestour. Die Anfahrt zum Würzjoch führte uns durch das Gardertal bis nach St. Martei. Erst wie wir dort die ersten Höhenmeter machten sahen wir zum ersten Mal die Sonne und der Asphalt begann zu kleben :-).
Schon zu Beginn schauten Kraxi und ich, dass unsere Motoren nicht im Drehzahlniedrigen Bereich betrieben werden – Jeder Motor wird doch auf ein maximales Drehmoment ausgelegt und sollte ja hin und wieder auch dort gefahren werden. So früh morgens ist es ein Gedicht einen tollen Pass zu erklimmen bei fast keinem Gegenverkehr. AM Scheitelpunkt mussten wir aus Kraxis Reifen einen 1cm langen Dorn entfernen. Es schien schon so als wäre die Fahrt vorbei, aber der Tourance hielt bis zum Ende durch.
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Es folgte das Kopfel Joch. Es ist stellenweise sehr eng und neu asphaltiert. Hier sollte man seinen Fahrstil auf „Sicht fahren“ umstellen. Die folgende Fahrt nach Brixen über die Alpenlandschaften ist landschaftlich zwar ein Hingucker aber die Beschaffenheit der Straße (Querrillen, Teerstreifen etc.) ist gerade noch ausreichend.
Den nächsten Abschnitt legten wir auf der Bundesstraße bis nach Sterzing zurück und es folgte endlich wieder ein 2000er das Penser Joch.
Wie von allen guten Geistern verlassen schraubten wir uns in einem Wechsel von Licht und Schattenspielen hoch.
Natürlich mussten wir auch auf diesem tollen Pass unser Pickerl verewigen, aber der erfinderische Italiener hat die Passtafel 2 Meter in die Höhe gebaut. Kein Problem für Kraxi. Er benutzte sein Motorrad kurzerhand als Leiter und tata es klebt.
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Die Abfahrt bis Bozen ist sehr lang und eher unspektakulär. Beim Tanken lernten wir einen deutschen Kollegen kennen, der verzweifelt auf der Suche nach einem mineralischen 20W-50war. Von Ihm lernten wir auch einen neuen Ausdruck:“ Kurvenwedeln“.
Die Verbindungsstrecke von Bozen bis zum Gampenjoch führte uns durch verschiedene Wein- und Obstgärten. Der Geruch war überwältigend.
Das Gampenjoch selbst war spitze zu fahren und kann sehr schnell überquert werden. Tornantis findet man hier selten. Unsere verdiente Mittagspause machten wir am Kamm des Mendelpasses und stärkten uns für die Abfahrt mit einer kräftigen (scharfen) Portion Spagetti.
Eine kurze Pause in der Wand des Mendelpasses ließen uns das tolle Panorama auf Bozen genießen.
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Leider konnte ich mal wieder mein GPS nicht lesen und so fuhren wir in Bozen ein bisserl im Kreis, bis wir schlussendlich doch noch den Weg weiter nach Kazelruth gefunden hatten. Hier wollten wir einen letzten Zwischenstopp machen und am Dorfplatz einen Cafe schlürfen, aber irgendwie kann ich mich nur an grauen Asphalt und einen 4 achsigen LKW erinnern.
Weiter zügig nach St. Ulrich und Wolkenstein, wo der Verkehr deutlich zunahm, und hoch aufs Grödnerjoch. Auch von der Westseite her ist es spitze zu fahren und man hat Grip ohne Ende.

Am Scheitelpunkt wollte ich unsere versäumte Pause nachholen und wir warteten auf Ernstl. Dieser fuhr aber schnurstracks bei uns vorbei! Im Hotel bei unserem letzten Bierchen erklärte er nur kurz:“ In Kastelruth sind wir nicht stehen geblieben und 300 Meter vorm Hotel bleib i net stehen.“

 5. Tag:

 Frisch gestärkt begannen wir Frühmorgens bei aufgehender Sonne unsere Heimfahrt. Die letzten 4 Tage (vorallem die 3 Tourentage in Südtirol) sollten aber immer wieder in unseren Gedanken vorbeihuschen, die gewählten Touren auf jeden Fall ein Leckerli waren! Also los gings auf den Passo di Valporola (2195 m). Ein super Pass nur mussten wir uns leider wegen den eisigen Temperaturen und der im Schatten liegenden Auffahrt ein bisserl zurückhalten. Oben angelangt noch schnell unser Pickerl verewigt, Ernstl zum Weiterfahren durchgewunken und niemehr gesehen!
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Vom Valparola kommt man direkt auf den Passo di Falzárego (2096m). Von diesem aus beginnt eine sehr lange Abfahrt Richtung Cortina dÀmpezzo und weiter Richtung Passo Tre Croci (1810m).
Irgendwie dachten Kraxi und ich, dass wir Ernstl im zuge der Abffahrt nach Cortina einholen, aber anscheinend hatte er an diesem Tag den Turbobost eingeschalten und wir konnten Ihn nicht mehr finden. Unzählige Telefonanrufe und ständig die Mobilbox liesen uns darauf schließen, dass etwas passiert sein muss - GOTT SEI DANK NICHT!!!!
Ernstl hat seine Rennfahrerqualitäten ausgepackt und wir drafen uns dann in Somprade zum Tanken.
Eine kurze Kaffeepause mussten wir auch noch einlegen und bis auf den unendlich lang erscheinenden Tunnel von Fienili Tarlisse bis Ponte della Lasta konnte die Strecke nur mit ihrem extrem schönen Landschaftsbild punkten. Das nächste und letzte Highlight der Septembertour 09 war der Plöckenpass (1357m), den wir mal wieder weit über dem vorgeschriebenen 30 km/h Limit überquerten.
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Kurzes Abschlussgespräch noch in Velden am Wörther See ließen die Tour dann heimkehrend über die Autobahn ausklingen.
Bis zum nächsten Mal!
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