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Motorradtour Südtirol 2018Schottland Flagge

06.07. 2018 – 15.07.2018

Teilnehmer:
Ernstl:     BMW 1200gs
Ernst:      Suzuki 1200 Tiger 
Carsten:  BMW 1200gs adventure
René:      BMW1200gs

Vorgeschichte:

Ein Traum ging endlich in Erfüllung. Nach mehreren Versuchen haben wir es geschafft 2018 die lang ersehnte Tour nach Schottland durchzuführen.

 

Anreise: Hamburg -> IJmuiden

Nachdem sich Ernst & Ernst am Mittwoch um kurz nach Mitternacht aufmachten um mit uns von Hamburg aus nach Amsterdam zu starten, trafen wir uns in Stade bei Carsten zum Frühstück. Der Treffpunkt war um 08:30 Uhr und leider war ich aus Hamburg kommend nicht pünktlich. Ich habe es leicht unterschätzt, wie lange die Anreise nach Stade dauert und es nicht möglich ist, trotz Motorrad, Zeit gut zu machen.

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Nach einer Tasse Kaffee starteten wir unsere Motorradtour. Passend dazu fing es leicht an zu regnen. Für die Anreise nach IJmuiden hatten wir uns den kürzesten und direktesten Weg (450km) über die Autobahn ausgesucht. Carsten übernahm die Spitze und führte uns die ersten Kilometer auf der Autobahn an - bis sich seine neuen Seitenkoffer der GS Adventure auflösten - „das fängt ja gut an“ dachte ich mir. Mit Tape und ein bisschen roher Gewalt konnten wir den Koffer wieder funktionsfähig machen und die Fahrt fortsetzen.

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Der weitere Tag gestaltete sich ähnlich - sehr viel LKW Verkehr und viele Baustellen vor allem rund um Bremen ließen die Fahrt nicht enden wollen.
Gegen 15:00 Uhr erreichten wir schließlich das Fährschiff in IJmuiden und „schifften“, nachdem wir die Motorräder noch einmal vollgetankt hatten, nach Newcastle ein. Das festzurren der Bikes zwischen Schiffswand und Autos verlangte einige Schweißtropfen von uns ab. Nach dieser anstrengenden Tätigkeit konnten wir uns eine Dusche in der Kabine gönnen. Den weiteren Abend verbrachten wir in den diversen Bars und bei ruhigem Seegang setzten wir über Nacht nach Newcastle über.

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1.Tag: Newcastle -> Kenmore

Gegen 07:00 Uhr trafen wir uns zu einem ausgiebigen Frühstück und erreichten Newcastle gegen 09:00 Uhr. Das entladen verlief sehr schleppend. Wir benötigten ca. 1 Stunde bis wir endlich die Fähre verlassen konnten. Während dieser Zeit konnten es einige ungeduldige Autofahrer nicht lassen und ließen ihre Motoren laufen.

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Nach der Passkontrolle, die einige von uns im „Activity“ Style hinter sich brachten, konnte es endlich los gehen und wir stürzten uns in den „gefürchteten“ Links - Verkehr. Wir kämpften uns durch Newcastle und ein Kreisverkehr nach dem Anderen half uns dabei sofort in den Rhythmus zu kommen. Über die Stadtautobahn ging es dann ein Stück nach Norden bis Ashington und dann weiter auf der Bundesstraße. Das erste Highlight auf unserer Tagestour war „Holy Island“. Dort mussten wir die Gezeitentafel prüfen, um sicher übersetzen und wieder zurück fahren zu können.

Lindisfarne, auch Holy Island genannt, ist eine Gezeiteninsel in England an der Nordostküste Northumberlands. Ein großer Teil der Insel sowie die Gezeitenzone sind ein Vogelschutzgebiet. Hier können bis zu 300 Vogelarten, sowohl Zugvögel als auch einheimische Vögel, beobachtet werden. Lindisfarne ist mit der Küste durch eine nur bei Niedrigwasser befahrbare Straße verbunden.

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Im 7. Jahrhundert gründete der irische Mönch St. Aidan auf Holy Island das Kloster Lindisfarne. Am 8. Juni 793 wurde Lindisfarne von skandinavischen Wikingern überfallen. Dieser Überfall markiert den Beginn der sogenannten Wikingerzeit. Von dem im 11. Jahrhundert errichteten Benediktinerkloster sind nur noch Ruinen zu besichtigen.
Auf einem steil ansteigenden Hügel befindet sich die Ruine von Lindisfarne Castle, das um 1540 zum Schutz des Hafens gegen schottische Angriffe errichtet wurde. Die Ruine wurde 1903 in ein Privathaus umgebaut.
Wir machten auf dem Parkplatz eine Mittagspause und verzichteten auf den Spaziergang zu den Ruinen, da die Außentemperaturen deutlich über 20°C lagen.

Unser weiterer Weg führte uns entlang der Ostküste vorbei an Dunbar und Edinburgh. Wir hatten noch einige Kilometer vor uns und erwischten den Feierabendverkehr in der Edinburgh Umfahrung. Die anschließende Fahrt über die „Fourth Road Bridge“ entschädigte uns aber dafür. Wir entschieden uns gegen die Umfahrung des Loch Leven und legten noch eine kurze Pause ein, um die Kräfte zu stärken. Ab hier beginnen die Schottischen Highlands. Wir überquerten die Achill Highland und fuhren über die Glen Almonds vorbei an Gleneagles, wo wir 2014 die Amerikaner im Ryder Cup besiegten. Die schönsten Kilometer dieses Tagesabschnittes begannen ab der Ortschaft Griff. Unser heutiges Tagesziel lag am Loch Toy im Ort Kenmore.

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Das Kenmore Hotel versorgte uns im hauseigenen Pub mit tollem Essen und gutem englischen / schottischen Bier.

2. Tag: Kenmore -> Banchory

Nachdem wir bis spät abends noch draußen sitzen konnten, um bei einigen guten Motorradölgeschichten Bier zu trinken, starteten wir den nächsten Tag erst um 08:00 Uhr mit einem klassischen schottischen Frühstück.
Wir waren die Ersten - anscheinend hat die am Vorabend statt gefundene Hochzeit auch beim Personal spuren hinterlassen. Diskussionen über die Wetterlage beherrschten das Frühstück. Ernstl beobachtete bereits seit 07:00 Uhr skeptisch den Himmel, da immer wieder leichter Nieselregen einsetzte.

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Wir verließen Kenmore Richtung Norden zum Loch Tummel. Die erste Hochebene und Überfahrt zum Loch konnte sich schon sehen lassen und ließ uns auf mehr gute Straßen und Aussichten hoffen. Auch für Carsten ging es nach den ersten 10 km wieder einfacher, bei dem der genossene Merlot des Vorabends noch leichte Spuren hinterlassen hatte.
Wir umfuhren das Loch Tummel auf dessen Nordseite und schlängelten uns auf den kurvenreichen Straßen durch den dichten Wald. In Pitlochry nahmen wir die „924“ bis zur „Bridge of Cally“ um danach auf der „93“ Richtung Norden zu fahren. Die Fahrt durch den Cairngorms National Park war wunderschön.

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Mit jedem Kilometer der uns weiter nach Norden brachte, merkte man, dass die Besiedlung der Küsten dünner wurde und wir zeitweise die Straße für uns alleine hatten. Es gab eine spürbare Veränderung des Miteinanders auf der Straße: Autofahrer die Motorradfahrern Platz zum Überholen geben und ggf. auch anhielten, um dies zu ermöglichen, waren wir schon lange nicht mehr gewohnt.
In Braemor hielten wir zur Kaffeepause. Kurz vor dem Ort Ballatar schwenkten wir auf dir „939“ ab, um unseren Weg weiter Richtung Norden zu bestreiten. Der weitere Weg bis Dufftown führte uns übers „Backland“ auf der „9008“. Dort fuhren wir auf der „941“ zurück Richtung Süd-Ost nach Rhynie.

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Die Landschaft und die durchfahrenden Ortschaften „dünnen“ hier sehr aus und wir freuten uns bei einem Tankstop in Lumsolen mit den einheimischen Schotten ins Gespräch zu kommen. Der lange Tourtag neigte sich schon zum Ende, als Carsten in einer Blackout Situation, eine Überholung durchführte und fast den entgegenkommenden Verkehr übersah…. Die Schutzengel waren an diesem Tag deutlich mit Ihm.
Das heutige Tagesziel war das Hotel Tor Na Coille in Banchory. Dieses zu finden stellte uns doch vor eine Herausforderung. Wenn die Koordinaten nicht stimmen, hilft einem das beste GPS System nichts. Wir konnten noch 2 Runden „Schreck“ Biere auf der der Terrasse trinken, bevor wir uns zum Abendessen fertig machten.

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3 Tag: Banchory -> Melvich 

Den Abend konnten wir wirklich genießen. Wir probierten uns durch die lokalen Gin Brennereien und beendeten dieses als wir bei einem 77%vol Gin angekommen waren. Mit dem Frühstück wurden die Männer aus Kärnten und Carsten nicht warm - Carsten musste enttäuscht nach einigen viel zu klein geschnittenen Toastscheiben und einer Scheibe Schinken sowie Streichschimmelkäse seine Sachen packen gehen.
Vor uns lagen heute 450 km, so dass wir auch zeitig um 08 Uhr aufbrachen. Die Temperaturen waren über Nacht leicht gefallen und die Straßen waren Naß. Auf der „93“ ging es wieder vorbei an Aboyne Richtung Westen bis Dinnet. Dort wieder Richtung Norden auf der „97“, die wir bereits am Tag zuvor gefahren sind.

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Im Skigebiet nach Cock Bridge legten wir eine ungeplante Kaffeepause ein. Grund hierfür war der berüchtigte schottische Nebel, der uns kaum 10 Meter Sicht ließ. Wir folgten der „939“ weiter über Grantown-on-Spey bis Nairn. Dieser Streckenabschnitt war unglaublich toll zu fahren und zum Glück zogen die Regenwolken an uns vorbei. Von Nairn bis Inverness vertraute ich auf den „Traffic Jam“ des Navis und wirklich, es führte uns ohne Stau über die „Moray Firth“.
Ab jetzt führte uns unser Weg weiter Richtung Norden über die Industriestraße „9“. In Tram hielten wir für einen kurzen Snack an und konnten endlich für Carsten einen Reiseadapter kaufen. Sein komplettes Equipment war bereits ohne Strom und wurde während der Motorradfahrt von der Boardsteckdose gespeist. Die folgenden Meilen entlang der Ostküstenstraße war ein Genuss. Immer weniger Verkehr, gute Straßen und vor allem auch sehr gutes Wetter. Zur Mittagspause fuhren wir in Lybster von der Straße ab und schlängelten uns eine Steile Klippenstraße hinab zu einem kleinen Hafen. Endlich gab es wieder Speck aus der Heimat von Ernstl.

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Unser nächstes Ziel war der nördlichste Punkt unserer Tour - John o´Croats. Carsten kam dort mit einem deutschen Bikerpaar ins Gespräch und war sichtlich froh, als ich ihn unterstütze diese netten, aber sehr redseligen Biker, wieder loszuwerden. Es folgte noch ein Abstecher zum nördlichsten Aussichtspunkt - den „Dumet Head“ bevor wir uns die letzten 20 Meilen auf der „836“ zum Hotel nach Melvich fuhren.

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Ein sehr nettes Hotel mit einer tollen Aussicht ab die nahe liegende Küste erwartete uns. Zu Abend genoßen wir eine tolle hausgemachte Pizza.

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4. Tag: Melvich -> Gairloch

Analysen des Wetterberichts vom Vortag kündigten bereits an, dass sich über der Westküste eine Regenwolke zusammenbrauen wird. Nach einem spartanischen Frühstück, bestehend aus einem Spiegelei und einer Scheibe Bacon, stritten wir uns um die verbleibenden Marmeladegläser :-).
Pünktlich um 9 Uhr setzten wir unsere Tour fort und wurden die ersten 20 Meilen von einer dichten Nebelwolke begleitet. Die Luftfeuchtigkeit war so hoch, dass unsere Visiere alle so sehr beschlugen, dass man immer eine verschwommene Sicht hatte.

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Bei Tongue wurde es zum Glück besser. Unsere weitere Route führte uns auf der „838“ vorbei an der „Kyle of Tongue“ und dem „Loch Eriboll“. Hier sind wir eindeutig an den einsamsten Gegenden unserer Tour angekommen.
Bei Durness überlegten wir, ob wir den Abstecher zum „Cape Wrath“ fahren sollten, entschlossen uns aber aufgrund des dichten Nebels am Horizont dagegen.
Ab jetzt ging es wieder zurück in den Süden. Unsere Route führte uns südwestlich bis Laxford Bridge, wo es zum ersten Mal dazu kam, dass die „894“ eine sogenannte „Single Track Road“ wurde. Eine unglaubliche Landschaft bot sich uns und wir konnten jede einzelne Meile genießen. Bei Newton verließen wir die „894“ um auf der „869“ weiter der Küste entlang auf einer „Single Track Road“ zu fahren.

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Das Wetter schien trotz schlechter Vorhersagen und falschen Regenradaranalysen zu halten und so konnten wir wieder eine gewisse Fernsicht genießen.
Beim „Loch Broom“ mussten wir uns eines besseren belehren lassen und das Wetter schlug komplett um. In Ullapool wollten wir versuchen während einer Kaffeepause den Regen an uns vorbeiziehen zu lassen, leider ohne Erfolg. Zum Glück hatten wir nach dem „Little Loch Broom“ nicht mehr all zu weit bis ins Hotel. Dementsprechend waren wir genervt und nicht zu letzt passte Carsten sein Zimmer partout nicht und wir wechselten einmal durch.

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5. Tag: Gairloch -> Plockton

Der gestrige Abend wollte bei Carsten und mir nicht zu Ende gehen. Wir aßen noch Chips und tranken Gin Tonic. Draußen stellte sich ein ordentlich anhaltender Landregen ein und wir schraubten unsere Erwartungen für das morgen zu erwartende Wetter zurück.
Das Frühstück konnte wieder ab 08 Uhr eingenommen werden. Plötzlich stand ein wütender Carsten bei mir im Zimmer, wo wir denn wären und warum der Frühstücksraum noch nicht offen sei. Es stellte sich heraus, dass sein Samsung Telefon leichte Softwareprobleme mit unterschiedlichen Zeitzonen hat.
Ein erhellendes Ereignis - trotz anhaltendem Regen - hatten wir beim Bestellen des Frühstücks, als uns plötzlich die Kellnerin mit „wo kumsn ihr her“ begrüßte. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine Kärntnerin auf Praktikum im entlegensten Winkel Schottlands handelte.

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Endlich konnten wir ein ausgiebiges Frühstück genießen und verabredeten uns zur Abfahrt für 09:15 Uhr. Wer war nicht da - mal wieder unser Carsten. Gefühlte Stunden zu spät, kam er ganz locker mit seinen Aldi Tüten und verzurrte diese auf seiner brandneuen 1200 gs Adventure.
Endlich konnte sich unser Trupp in Bewegung setzen und zum Glück ließ der Regen auch nach. Die Fernsicht wurde klarer und wir verließen Gairloch auf der „832“ Richtung Süd-Ost. Entlang des „Loch Maree“ führte uns unsere Tagesetappe bis Kirilowewe. Dort folgten wir der „896“ auf weiteren „Single Road Tracks“ über das „Glen Terridon“. An einem Aussichtsparkplatz machten wir halt um die tolle Gegend mit der Drohne einzufangen. Doch dieses Vorhaben mussten wir abbrechen, da wir sofort von einer Unzahl von Mücken attackiert und belagert wurden.

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Vorbeifahren am „Upper Loch Torridon“ und die Umrundung des „Beinn Bhan“ standen als Nächstes auf der geplanten Route. Kurz vor dem „Loch Kishorn“ ließen wir die Drohne erneut starten mit der Folge, dass der starke Wind diese unkontrolliert im Schafskot landen ließ. Die folgende Strecke ab Kishorn und die Befahrung des "Bealach na Bà“ zum „Loch Carven“ gehörte zu den schönsten Streckenabschnitten der Tour.

Wir befinden uns auf der Route zum Bealach na Bà, dem „Vieh-Pass“, einem der wenigen Übergänge, der die Applecross-Halbinsel mit dem restlichen Teil der Grafschaft Ross verbindet. Und der höchste durchgehende Anstieg einer Straße in Großbritannien. Teilweise sind bis zu 20 Prozent Steigung zu bewältigen – je nachdem von welcher Seite man ihn befährt. Hinauf führt eine alte Singletrack Road, also eine einspurige Straße, die schon bessere Zeiten gesehen hat.
Der Bealach Na Bà heißt „Vieh-Pass“, weil über ihn hinweg die Treiber ihre Rinder getrieben haben. Die Treiber, quasi eine Art Highland-Cowboys, kauften im 17. Jahrhundert Bauern überschüssige Rinder ab und brachten diese nach Süden zu Marktplätzen wie zum Beispiel die Städte Falkirk oder Crieff.
Da die Treiber die meiste Zeit in der freien Natur verbrachten, sahen sie in den Augen der Lowlander verwildert aus – und rochen nach Heide und Torf, so die Beobachtung eines Zeitzeugen. Dennoch waren sie geachtete Leute, schließlich kannten sie das Land gut, konnten mit Vieh umgehen und galten als vertrauenswürdig. Das mussten sie auch sein, denn sonst hätte ihnen niemand Vieh anvertraut.
Das Ende der Treiber kam im 19. Jahrhundert, als durch die Schifffahrt und später die Eisenbahn das Vieh schneller und in größeren Massen transportiert werden konnte.
Die alten Routen der Treiber, die Drover’s Roads, wurden in vielen Fällen später in tatsächliche Straßen umgewandelt. Die Straße über den Bealach na Bà wurde 1822 angelegt, 1950 wurde sie geteert und bis in die 1970er hinein war sie die einzige Verbindung nach Applecross.

  • 05Tag_18
  • Abfahrt-Applecross
  • Abfahrt-Bealach-na-Ba
  • Aussicht-Skye
  • Bealach-na-Ba-Pass
  • Creag-ghorm

Von Meereshöhe kämpften wir uns auf super schmalen und kurvigen Straßen wieder hoch auf über 500 Höhenmeter. Carsten kämpfte ein bisschen energischer gegen diverse Wohnmobile, die ihn nicht vorbeilassen wollten.
Im Tal angekommen hielten wir zu einer Kaffeepause in einem Hummerlokal. Wir umrundeten das „Loch Cavon“ bis Strometerry. Dort fuhren wir auf der „890“ und setzten unsere Reise bis zum Schloss „Eilean Denan Castle“ fort. Dieses besichtigten wir und waren sehr beeindruckt von dessen Geschichte…

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Die Burg Eilean Donan Castle ist eines der meistfotografierten Bauwerke Schottlands und ein ikonisches Gebäude der Highlands. Filmfans kennen sie aus Filmen wie „Highlander“, „Braveheart“ und „Rob Roy“. Sie liegt auf einer Landzunge im Loch Duich, ist bei Flut komplett von Wasser umschlossen und dann nur über eine Fußgängerbrücke erreichbar.
Im Umfeld der Burg wurden Artefakte gefunden, die bis ins 6. Jahrhundert zurückgehen, erbaut wurde ihre erste Mauer jedoch im 13. Jahrhundert als Schutz gegen Angriffe der Wikinger. Namensgeber war der Heilige Donnán von Egg, ein Märtyrer. Im Laufe der Zeit wurde die Burg noch mehrere Male umgebaut. Im Ersten Schottischen Unabhängigkeitskrieg 1307 diente sie dem schottischen König Robert I. als Zuflucht. Während des Jakobiteraufstands wurde die Burg 1719 von spanischen Soldaten eingenommen und gesprengt. Die zurückbleibende Ruine verfiel bis 1912, bis zur Restauration durch den neuen Besitzer Macrae-Gilstrap, ein Prozess, der 20 Jahre dauerte.

Nachdem das Wetter immer besser wurde und wir noch nicht um 14 Uhr im Hotel sein wollten, entschlossen wir uns dazu auf die Isle of Sky zu fahren. Leider verloren wir sehr viel Zeit bei der Anfahrt durch den ungewohnt starken Verkehr. Wir folgten der „87“ bis zum „Loch Sligachon“. Dort führten wir unsere Route auf der „863“ fort, um eine Abkürzung über die „885“ wieder zurück nach Portree zu nehmen. Die restlichen 40 Meilen wieder zurück zur Unterkunft konnten wir teilweise bei Sonnenschein genießen. Das Hotel „The Heaven“ war toll gelegen und hatte tolle Zimmer für uns zu bieten. Im nahe gelegenen Pub ließen wir den Abend beim Fußballspiel England vs. Kroatien ausklingen. Man kann sich nicht vorstellen, wie die Schotten sich freuten als England den Kroaten mit 1:2 unterlag.

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6. Tag: Plockton -> Oban

Unglaublich gut ausgeschlafen, wurden wir von einem bombastischen Frühstück überrascht. Es gab zum ersten Mal geschnittene Wurst und jede Menge Auswahl an frischen Brötchen, Aufstrichen, Obst und Müsli.
Die vorgeschlagene Tour hatte ich zuvor bereits wegen einigen Sehenswürdigkeiten geringfügig abgeändert. Wir starteten auf der „87“ Richtung Osten und genossen die ersten Meilen bereits, die unglaublich toll zu fahren waren. Wir passierten erneut das Schloss „Eilean Denan Castle“ und fuhren entlang des „LochDurich“. Weiter ging es über die „Glen Shiel“ bis wir uns nach dem „Loch Cluanie“ auf die „887“ begaben, um über das „Glen Moriston“ zum „Loch Ness“ zu gelangen. Carsten groß angekündigter Badeausflug wurde aufgrund der anhaltenden Strömung, Wind und niedrigen Wassertemperaturen auf das nächste Mal verschoben.

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In Fort Augustus, am südlichsten Punkt des „Loch Ness“ bewunderten wir die Geduld der Segel- und Bootsfahrer, die sich alleine hier über fünf Schleusen zum „Loch Lochy“ durchschleusen lassen müssen. Hinter dem „Loch Lochy“ hielten wir zum Tanken und machten eine Bekanntschaft mit einer ausgebüxten Henne.
Bei „Speon Bridge“ bogen wir von der „82“ ab und fuhren auf der „Single Track Road“ „8004“ weiter Richtung Coal. Das nächste Ziel auf unserer Route war das Zugbrückenmonument aus den Harry Potter Filmen, das „Glenfinnman Monument“.

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Dieses erreichten wir über die „830“ vorbei am „Loch Eil“. Wie immer mussten wir weit entfernt vom Monument parken - eine perfekte Gelegenheit die Drohne wieder starten zu lassen, um tolle Bilder zu machen.
Für den Weg zurück entschlossen wir uns auf der wenig befahrenen gegenüberliegenden Seite des „Loch Eil“ zu fahren. Wir setzten bei Corvan mit der Fähre wieder zurück über auf die „82“. Bei der Überfahrt konnten wir mit einem Blick ins Wasser feststellen, dass es in den „Lochs“ nur so von Quallen wimmelt - Carstens Badeausflug wäre sicher interessant gewesen… Am „Loch Eil“ sahen wir zum ersten mal eine Vielzahl von verlassenen Schiffen, die schon länger sich selbst und somit dem Verfall überlassen wurden.
Der nächste und letzte geplante Ausflugspunkt war das „Glen Coe“ - dem Drehort von James Bond Filmen. Eine sensationelle Bergkulisse bot sich uns. Leider ist dieser Bekanntheitsgrad natürlich auch begleitet von sehr viel Touriverkehr.

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Unser heutiges Tagesziel war der Küstenort Oban. Das „Loch Ginnhe“ zeigte sich von seiner besten Seite und wir machten in Portnacroish eine Kaffeepause, um die Mounty Byton Burg „Stalker Castle“ per Zufall zu entdecken und mit der Drohne zu befliegen.
Über das „Loch Geran“ und auf der „85“ fahrend, führte uns der letzte Streckenabschnitt nach Oban. Wir checkten im Oban Inn ein, um kurze Zeit später wieder aus zu checken. Die Qualität der Zimmer und der scheinbar vorherrschende Hygienestandard ließen uns mit unserem Reiseveranstalter telefonieren. Dieser konnten innerhalb von 30 Minuten eine tolle Alternative liefern und so verbrachten wir die Nacht im Rowontrec Hotel.
Als kleine Entschuldigung des Oban Inn Hotels wurden uns die georderten Biere erlassen.

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7. Tag: Oban -> Dumfries

Nachdem ich den gestrigen Abend mit Carsten noch in einigen Schottischen Pubs mit Live Musik ausklingen lies, manifestierte sich bei Carsten, nach einigen Gin Tonics, dass er unbedingt einen „Kilt“ kaufen müsse. Die Abfahrt wurde dementsprechend auf 11 Uhr angesetzt.
Nach dem Frühstück um 08 Uhr war klar, dass der Kilt ausfallen wird, wir aber trotzdem ohne Stress gegen 10 Uhr erst losfahren werden.
„Klick - Klack“ - Ernstl´s Maschine hatte keinen Strom mehr. Eine leichte Nervosität verbreitete sich, da natürlich niemand ein Starterkabel dabei hatte und uns im Hotel auch nicht geholfen werden konnte. Im Hinterhof unseres Hotels, wo wir unsere Maschinen geparkt hatten, haben wir alles versucht. Wir schoben Ernst an, um mit Hilfe der Geschwindigkeit den Gang einzudrücken und die Maschine zum Laufen zu bringen - nichts half.

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Plötzlich stand ein älterer Mann neben uns und beobachtete unser Treiben. Nachdem Carsten mit ihm kurz Englisch sprach und sich für sein schlechtes Englisch entschuldigte sagte er:“ dann frag doch auf Deutsch“.
Schnell war klar, dass er über 11 Jahre in Deutschland gelebt hat und seine Kinder noch immer dort leben. Er leitet das lokale Ortsradio „Oban FM 103,3“ im Hinterhof unseres Hotels — Sachen gibt es!?
Carstens Idee war: einfach zwei Batterien mit einem Strom leitenden Kabel zu verbinden - fehlte nur das Kabel und der Freiwillige der seine Batterie zur Verfügung stellte :-).
Hier kam unser Exil Engländer ins Spiel und half uns mit einer Verteilerdose, die wir mit einem Lethermann fachgerecht in deren Einzelteile zerlegt hatten. Ernst und Ernstl, nicht nur im Zimmer gemeinsam unterwegs, sondern jetzt auch mit dem Zustand derberer Batterien - verbunden „Zack“ und läuft!!!
Hammer - keine Funken, Stromschläge oder ähnliches war zu sehen. Die BMW schnurrte wieder vor sich hin.
Wir konnten unsere Fahrt also fortsetzen. Über die „816“ verließen wir Oban und passierten das „Loch Melford“, bis wir am „Loch Gilphead“ auf die „83“ mit Kurs Nord- Ost abbogen.
Entlang des „Loch Fyne“ führte uns unsere Route bis „Inveraray“, wo wir einen Tankstop einlegten. Unglaublich schöne Landschaften konnten wir weiter auf der „815“ bestaunen und hatten auch mal wieder Glück mit dem Wetter. In Dunoon hatten wir die Idee, die Fähre zu nehmen, um nach Gourock überzusetzen. Das Zeitfenster passte genau, aber wurde fast durch Carsten zunichte gemacht, da er sehr dringend „pinkeln“ musste.
Auf den letzten Drücker kam Carsten auch noch mit aufs Boot und wir konnten gemeinsam übersetzen. Die 30 minütige Überfahrt konnten wir bei strahlendem Sonnenschein genießen.
Ab hier hieß es sich von dem Schottischen Highland zu verabschieden. Unser weiterer Weg führte uns wieder zurück nach England und weg von den lieb gewonnenen Highlands.

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Der „78“ folgend Richtung Süden - und diesen Fehler muss ich eingestehen - hielten wir viel zu spät zum Mittagessen in Irvine. Im ältesten Pub des Ortes tranken wir unseren Kaffee und fuhren danach weiter nach Ayr. Es folgte die sogenannte „Galloway Route“. Diese Route war sehr angenehm zu fahren, vor allem führte sie uns parallel der Hauptverkehrsstraßen weiter Richtung Dumfries.
Die letzten Kilometer unserer Tagesetappe führte uns erneut über tolle Hochebenen mit unzähligen Rinderweiden. Mit dem einsetzenden Feierabendverkehr erreichten wir Dumfries und quälten uns ein bisschen durch mehrere Ampelschaltungen zu unserem Hotel.
Bei der Ankunft gab es wie immer Chips und Bier und mal wieder „Siorlion Steak“ zum Abendessen. Nach einem abendlichen Spaziergang fielen wir alle müde ins Bett und dachten traurig an die morgige kürzeste Strecke zurück zum Schiff nach Newcastle.

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8. Tag: Dumfries -> Newcastle

Unser letzter gemeinsamer Tag auf der Insel war angebrochen. Wir entschlossen uns die heutige Route von nur 180 km mit einigen Sightseeing Punkten in die länge zu ziehen, um nicht zu früh am Schiff warten zu müssen.
Unsere Routenplanung sollte uns über die „75“ führen, die wir aber aufgrund des starken Verkehrs schnell verließen und die parallel führende „724“ wählten. Diese war auch als „Galloway Tourist Route“ ausgeschildert - welch ein Glück. Es bot sich uns eine abwechslungsreiche Landschaft. In Langtown hielten wir zum ersten Mal, um einen Snack zu nehmen und zur Überraschung der Anderen, nutzte ich die Gelegenheit und wusch meine Maschine in der Hochdruckstrahlreinigungsbox :-).
Unser weiterer Weg führte uns auf der „6071“ bis zum ersten Sightseeing Punkt: „Naworth Castle“. Leider ist dieses für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und so nutzten wir die Zeit für einen kurzen Drohnenflug.

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Unser Weg führte uns weiter Richtung Osten und wir kamen über die „318“ zur „Hadrian´s Wall“. Hier erschloss sich nochmal als krönender Abschluss eine unglaubliche landschaftliche Schönheit mit geschichtlichem Touch.
Unser letztes Ziel war das „Cilurnum - Chester´s Ford“ - ein altes römisches Dorf.

Cilurnum war ein römisches Hilfstruppenkastell in Chesters, nördlich des Hamlet Walwick, einem Ortsteil des Parish Humshaugh, County Northumbria im Nordosten von England. Es gehörte zu der aus insgesamt 16 Kastellen bestehenden Festungskette des Hadrianswalls (per lineam valli) und sicherte dessen östlichen Abschnitt. Das Militärlager wurde etwa 300 Jahre, vermutlich von 123 bis 400 n. Chr. genutzt. Seine Besatzung sollte eine Brücke über den Tyne und die Militärstraße entlang des Walls überwachen. Es zählt zu den am besten erhaltenen Kastellen des Hadrianswalls. In der Provinzialrömischen Archäologie ist die Ausgrabungsstätte vor allem durch das außerhalb des Lagers gelegene Badehaus bekannt geworden.

Wir besuchten die Ausstellung mit live Artisten, was uns aber nicht wirklich begeisterte. Wir genossen es im Gras zu liegen und mit dem einen oder anderen Gedanken in die alte Zeit einzutauchen.

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Jetzt führte kein Weg mehr zurück, sondern nur wieder zurück aufs Schiff. Wir brachten die letzten 30 Meilen hinter uns und trafen rund 2 Stunden vor der offiziellen Zeit zum Einschiffen bei der Fähre ein.
Das Einschiffen verlief wieder ohne Probleme und wir genossen bei vielen Bieren - und Dank Carsten auch Tequila - die Abfahrt aus Newcastle am Sonnendeck des Schiffes.
Der Abend verlief ähnlich feucht fröhlich und wir konnten in der Gruppe den tollen Urlaub reflektieren.

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Heimreise

Wieder zurück am Festland verabschiedeten wir uns von Carsten, der weiter aufbrach zu seiner Familie in den Urlaub nach …..
Die Ernstes und ich quälten uns somit alleine bei Temperaturen über 30°C zurück nach Hamburg.

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