Fahrsicherheitstraining beim Öamtc

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pylonen.gifAb 30ig lässt beim Menschen die Sensorik nach, aus diesem Grund habe ich zu meinem runden Geburtstag ein Öamtc-Fahrtraining von meinen Freundinnen und Freunden bekommen. Genau rechtzeitig ein paar Tage vor der Tour habe ich in Lang-Lebring, südlich von Graz, das Intensiv-Training I gemacht. Dieser Kurs dauert einen ganzen Tag, es beginnt um 8.00 und endet so cirka um 16.30, natürlich mit einer Mittagspause.

Am Beginn wurde in einem kurzen Theorie-Teil die Physik beim Motorrad fahren erklärt. In ein bisschen mehr als einer Stunde wird auf die Kreiselkräfte, Fliegkräfte und Bremskräfte eingegangen. Anhand eines Rads und eines kleinen Versuchaufbaus werden die Naturgesetze mit Schmäh vorgetragen. Die Vor- und Nachteile bei den Kurvenfahrtechniken „drücken" und „legen" werden beleuchtet, es wird die Linienwahl angesprochen und vor allem wird auf die Blicktechnik eingegangen. Kling alles ein bisschen trocken, jedoch haben die Instruktoren die Vorträge schon öfters gehalten und lockern die ganze Sache mit Geschichten und Witzen auf.

Nach der Theorie folgt die Praxis und man kann gleich das Gehörte umsetzen. Oder auch nicht. Denn, nachdem man dem Guide ein paar Runden auf dem Kurven-Parcour und Slalomkurs gefolgt ist, bekommt man Hinweise auf seine Fehler.

In der Theorie wurde erklärt, egal wie man die Kurve durchfährt, der Kopf bleibt immer aufrecht und gerade. In der Praxis heißt das, immer wenn man am Guide vorbei fährt zeigt er man soll den Kopf gerade halten. Nach dem fünften Hinweis habe ich mir gedacht, dass ich der einzige Depp bin, der dies nicht zusammen bringt. Aber ich habe kurz auf die anderen Kursteilnehmer geschaut, es hatte jeder damit zu kämpfen. Nachdem wir so 7-8 Runden durch den Parcours gefahren sind, wurde eine kleine Besprechung eingelegt und auftretende Fragen beseitigt. Dann ging's wieder weiter. Links, rechts, link, links, hin, her, rechts, .... links, rechts, eine längere Kurven dann wieder eine Kürzere, enge Kurven, Kurven die zu machen....... Es war alles dabei. Der zweite Gang hat genau gepasst und die Kurven gingen immer besser, der Instruktor hatten dann auch andere Sachen zu bemängeln. Es wurde immer runder und geschmeidiger. Mit der Zeit merkt man gar nicht wie stark man die Maschine in die Kurve drückt, bis man auf einmal mit dem Schuh am Boden streift.

Bei der nächsten Übung wurde in einem größeren Kreis gefahren, aufgrund der höheren Geschwindigkeit muss man weiter voraus schauen. Und wieder kam das Zeichen, Kopf gerade halten. Nach ein paar Runden auf einem anderen Parcours umrundete nacheinander jeder allein einen Kreis der ca. 3m Durchmesser hatte. Nach 10 Runden habe ich mir gedacht, so muss man sich in einer Zentrifuge fühlen.

 

Weiter ging's mit Vollbremsungen bei 40, 70 und 100 km/h. Um zu veranschaulichen wie lange der Anhalteweg bei 100 km/h ist, legte der Guide eine Notbremsung hin und zusätzlich zum Bremsweg kamen dann noch 30 Meter für die Reaktionssekunde dazu. Die Gruppe stand dann ein bisschen nachdenklich da und schaute auf das Bike in 50-60 Meter Entfernung. Falls man nicht ausweichen kann, bräuchte man diesen Weg um das Motorrad zum Stehen zu bringen. 

Nach der Mittagspause wurden wieder einige Runden zum Aufwärmen gedreht, danach wurde es wirklich eng. Als ich diesen Parcours bei der Ankunft sah, dachte ich an einen Übungslatz für die Fahrradprüfung. Am Anfang brauchte ich in den Kurven die Kupplung, da sonst der Motor so ruppig wurde. Jedoch mit der Zeit und dem richtigen Blick funktionierte dies auch besser.

Zu guter Letzt konnten wir noch ein paar Runden mit den Trial-Bikes drehen. Putzige kleine Dinger mit ganz dünnen Lenkern, aber einfach nur lässig. Die Dinger sind klein handlich und machen höllisch viel Spaß.

 

Abschließend kann ich sagen, es hat sich ausgezahlt. Man ist danach kein kleiner Valentino Rossi, jedoch stimmt der Spruch im Prospekt: „Mit Sicherheit mehr Spaß". Die Kurven gehen runder und man hat ein sichereres Gefühl am Bike. Die Kosten von 154,-- sind absolut gerechtfertigt.

Ich kann es nur jeden empfehlen und ich werde sicher auch den Kurs Intensiv-Training II besuchen.